Sinnliche Erfahrung fotografisch aufgezeichnet Steffen Diemer

Sinnliche Erfahrung fotografisch aufgezeichnet Steffen Diemer. Dies ist der Titel im aktuellen Kunst Joker zu unserer Ausstellung bei Kunst Koch in Freiburg. Sinnliche Erfahrung fotografisch aufgezeichnet Steffen Diemer und Hannah Schemel. Kuratiert wurde die Ausstellung von unserem Galeristen Albert Baumgarten. Ein diesmal etwas anderer und auch difrenzierter Artikel über unsere Arbeit, der uns sehr gut gefallen hat. Vor allem für mich der Bezug zu Johann H. Schulze, der schon im 18 jahrhundert heraus fand, dass Silbernitrat lichtempfindlich ist. Das Internet  schreibt über Ihn: Schulze, Johann Heinrich, Mediziner, Medizinhistoriker, Numismatiker, Polyhistor, * 12.5.1687 Colbitz bei Magdeburg, 10.10.1744 Halle/Saale. (evangelisch)

  • Johann H. Schulze fand heraus, dass Silbernitrat lichtempfindlich ist

    Schulze fiel als Knabe durch seinen Lerneifer auf, weshalb ihn Andreas Albert Corvinus, sein späterer Schwiegervater, August Hermann Francke (1663–1727) in Halle empfahl, der ihm seit 1697 den Schulbesuch in seiner Waisenanstalt ermöglichte und ihn fortan stark förderte. 1704 entsandte ihn Francke an die Univ. Halle, wo S. sich zunächst der Medizin zuwandte. Nach zwei Jahren entschied er sich jedoch für das Theologiestudium, wobei er sich vor allem von Christoph Cellarius (1638–1707) und dem Orientalisten Johann Heinrich Michaelis (1668–1738) angezogen fühlte. Nach Abschluß seiner Studien unterrichtete S. einige Jahre an Franckes Pädagogium, entschloß sich 1715 erneut zu einem Medizinstudium, und fand im Haus Friedrich Hoffmanns (1660–1742) Aufnahme als Famulus. Bei chemischen Versuchen entdeckte S. 1717 die Lichtempfindlichkeit der Silbersalze (gen. scotophorus, „Dunkelträger“), fertigte einfache Lichtbilder an und publizierte 1719 seine Ergebnisse (Scotophorus pro phosphoro inventus, seu experimentum curiosum de effectu radiorum solarium, in: Bibliotheca Novissima Oberservationum ac Recensionum, Sectio V, 8, 1719; Nachdr. in: Acta Physico medica d. Leopoldina 1, 1727, S. 528-32; dt. in: J. M. Eder, Quellenschrr. d. Photogr., 1913, S. 97-104). Damit wurde er zum Ahnherrn der Photographie.

    1717 erwarb S. in Halle den med. Doktorgrad und hielt anschließend Vorlesungen. 1720 erreichte ihn ein Ruf auf den Lehrstuhl für Anatomie und Chirurgie an der Univ. Altdorf. Nach einigen kleineren Schriften zur Medizingeschichte erschien 1728 sein bedeutendstes, aber unvollendetes Werk „Historia medicinae“. Wie sein Lehrer Hoffmann vertrat auch S. die Lehren der Iatrochemie und Iatromechanik. Wegweisend wurden seine Arbeiten über die Gefährlichkeit von Metallgefäßen für Arzneien und Speisen. Als Polyhistor übernahm S. 1729 bzw. 1730 auch noch die Ordinariate für Griechisch und Arabisch und entzifferte 1728 erstmals die kufische Schrift auf dem Krönungsmantel der röm.dt. Kaiser. 1732 kehrte er nach Halle zurück und besetzte die Lehrstühle für Eloquenz und Altertümer sowie für Medizin. Mit großem Eifer widmete er sich den Altertumswissenschaften und plante die Gründung eines philologischen Seminars, dessen Finanzierung jedoch scheiterte. Um seine Vorlesungen anschaulicher zu machen, verwendete er antike Münzen und hielt schließlich eine Vorlesungsreihe zur antiken Numismatik, so daß er als derjenige gilt, der die Numismatik als akademische Disziplin eingeführt hat. S. galt als einer der gelehrtesten Männer seiner Zeit, seine größte Bedeutung erlangte er jedoch als „der erste wahre Geschichtsschreiber der Medizin“ (Kurt Sprengel).

Wir freuen uns sehr über den gelungenen Artikel, da er unsere nicht ganz einfache Technik doch gut beschreibt. Was uns allerdings grundsätzlich wichtig ist, ist die Tatsache, das uns die technik gar nicht so sehr wichtig ist, sondern viel mehr die Botschaft die unsere Bilder transportiert. Die Technik ist einfach nur Mittel zum Zweck.

Sinnliche Erfahrung fotografisch aufgezeichnet Steffen Diemer

 

 

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